Es ist nicht mehr zu übersehen: Die Linux-Gemeinde wächst und
damit die Verbreitung des offenen Betriebssystems. Längst liegen Linux-Magazine
im Zeitschriftenladen um die Ecke gleichberechtigt neben ihren Kollegen aus der
Windows-Welt.
Für die Steigerung der Akzeptanz gibt es viele Gründe: geringe bis
keine Softwarekosten, bessere und vereinfachte Installationsverfahren,
verbesserte Unterstützung aktueller Hardware, Sicherheitsaspekte usw.. Nicht
zuletzt haben die Entscheidungen großer Organisationen für Linux als
strategisches Betriebssystem im Server- und Clientumfeld ein großes
Publikumsinteresse gefunden. Zu nennen sind hier u.a. das Auswärtige Amt, die
großen Städte München und Wien sowie das Bundesamt für Sicherheit.
Zunehmend fällt die Entscheidung zugunsten der Distribution Debian
GNU/Linux. Kostenaspekte, Sicherheit und Stabilität der Softwarepakete aber auch
die konsequente Verteidigung der Idee der freien Software sind für
IT-Entscheider wichtige Kriterien, um die zum Teil mehrere Millionen Euro
„schweren“ Migrationsprojekte zu rechtfertigen.
Für den Bereich der zentralen Infrastrukturdienste stellt man
spätestens beim Thema „Faxen unter Linux“ fest, dass für größere
Organisationen die Anforderungen an ein zuverlässiges und skalierbares Faxsystem
nur bedingt durch vorhandene freie Software erfüllt werden können.
Diese Lücke wird von der Software des in Teltow ansässigen
Faxspezialisten Ferrari electronic AG geschlossen. Mit ihrem Produkt
Officemaster™ 2.0 gibt es für vergleichsweise geringe Kosten eine
Software, die keine Wünsche offen lässt. Beim Versuch, die Funktionsweise der
Software zu erklären, drängt sich der Vergleich zu dem legendären
LEGO™-Baukastensystem auf: genormte Schnittstellen und höchste Flexibilität.
Für die Integration in vorhandene IT-Infrastrukturen genügen drei
Schnittstellen:
Die Faxaufträge werden per SMTP an das Faxsystem übergeben
und das Faxsystem sendet eingehende Faxe und Statusmeldungen per
SMTP.
Notwendige Detailinformationen über den Sender oder Empfänger
können mittels LDAP-Query aus einem vorhandenen Verzeichnis ermittelt
werden. Die Administration erfolgt per HTML.
Jeder Faxauftrag wird durch eine Statuskette im System
repräsentiert. Für die einzelnen Glieder dieser Kette sind Spezialagenten
zuständig. Sei es der Faxempfang, die Konvertierung, die Deckblatterstellung:
jeder Teilschritt wird durch einen eigenen Prozess (Agenten) bearbeitet. Dabei
können diese Agenten beliebig kombiniert werden, sofern es für die Bearbeitung
erforderlich ist.
Damit aber noch nicht genug der Flexibilität. Mit dem Agenten
a_cmd hat Officemaster™ 2.0 die Geheimwaffe für alle offenen
Wünsche. Durch einen Aussprung auf die System-Shell können beliebige Programme
und Skripte ausgeführt werden. In Abhängigkeit der Ergebnisse können neue
Statusketten gebildet werden, vorhandene Statusketten geändert werden usw. Ein
Anwendungsbeispiel ist die Übergabe der Faxparameter an ein Archivsystem.
Das System ist so modular aufgebaut und flexibel kombinierbar,
dass das eigentliche Einsatzgebiet „Faxen unter Linux“ fast in
Vergessenheit gerät. Wie schon erwähnt, der Vergleich zu LEGO™-Baukastensystemen
drängt sich auf.
Für die Konvertierung setzt Officemaster™ 2.0 auf in der
Distribution vorhandene Konvertierungsprogramme wie ghostscript, enscript, Ted
o.ä. Wem dies nicht genügt kann eigene Konvertierungsroutinen integrieren. Für
das eigentliche Faxformat wird das von der Ferrari electronic AG entwickelte und
für die Fax-Anwendung optimierte BFF-Format verwendet. Dieses Format wird von
ghostscript unterstützt.
Als Hardware werden die intelligenten OfficeMaster Cards
eingesetzt, die als Einsteckkarte, externe Edelstahlbox oder 19’’ Gehäuse mit
Version von 1 x S0 (2 Leitungen) bis 2 x S2M (60 Leitungen) verfügbar sind.
Wenn bisher immer von Faxen unter Linux die Rede war, so sollte
nicht unerwähnt bleiben, dass Officemaster™ 2.0 ein Unified Messaging
System ist. SMS und VoiceMail sind ebenfalls Bestandteil der Software.
Am Beispiel des Auswärtigen Amtes kann gezeigt werden, dass sich
das System auch nahtlos in eine von hohen Sicherheitsanforderungen geprägten
IT-Infrastruktur integrieren lässt. Der Betrieb des Faxsystems in einer DMZ ist
problemlos möglich. Dies war neben den Anforderungen an Zuverlässigkeit,
Skalierbarkeit, Flexibilität und Unterstützung offener Standards eines der
wesentlichen Kriterien für die Entscheidung zugunsten von Officemaster™ 2.0
.